Operationen

Mögliche Operationen im HNO-Bereich

Entfernung der Gaumenmandeln, Trommelfellrekonstruktion – was bewirken die verschiedenen Eingriffe, wie lange dauert die Arbeitsunfähigkeit und welche Erfolgsaussichten bestehen? Hier erfahren Sie mehr:


Mandeln:

Entfernen der Rachenmandeln – Adenotomie

Im Kindesalter verursachen übergrosse Rachenmandeln überdurchschnittlich viele Erkältungen und Schnarchen sowie Probleme des Gehörs. Der Eingriff erfolgt ambulant in Narkose und dauert zirka 20 Minuten. Er wird stets kombiniert mit Trommelfellschnitten. Bleibende Komplikationen sind nicht zu erwarten. Die kleinen Patienten genesen innerhalb einer Woche.


Entfernen der Gaumenmandeln: Tonsillektomie

Sich jährlich mehrfach wiederholende Antibiotika bedürftige Mandelentzündungen rechtfertigen die operative Entfernung der Mandeln. Diese geschieht in Vollnarkose während eines Spitalaufenthalts von drei bis vier Tagen. Die Tonsillen werden aus ihrem Gewebsbett ausgelöst. Die Fläche bleibt offen und heilt binnen zwei bis drei Wochen. Im Erwachsenenalter ist die Wundheilung schmerzhafter als im Kindesalter. Komplikationen: Das Risiko einer Nachblutung innerhalb von zwei Wochen liegt unter 10%. Eine Arbeitsunfähigkeit von bis zu drei Wochen ist unumgänglich.

Nase:

Korrektur der Nasescheidewand – Septumplastik
 

Ein häufig durchgeführter Eingriff zur Verbesserung der Nasenatmung. Dieses Leiden gehört zu den häufigsten Einschränkungen der Lebensqualität. Der Eingriff wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt (Spitalaufenthalt rund drei Tage). Nasentamponade beidseitig während zwei Tagen zur Verhinderung von Blutungskomplikationen. Die unmittelbaren Folgen des Eingriffs sind erträglich. Die Geruchsfähigkeit ist nur während weniger Wochen eingeschränkt. Die Arbeitsunfähigkeit und die ambulante Nachbehandlung dauern zwei bis drei Wochen.


Korrektur des knorpeligen und knöchernen Nasengerüsts – Septorhinoplastik

Ausgedehnter Eingriff, der notwendig wird bei schiefer Nasenform sowie Sattelnase nach Verletzungen. Die chirurgischen Schnitte an Knorpel und Knochen nehmen zwei bis drei Stunden in Anspruch und verlangen eine Schienung durch einen Gips. Hautverfärbungen des Gesichts während etwa zwei Wochen sind unvermeidlich. Die Rekonvaleszenz dauert rund vier Wochen.


Nasennebenhöhlen

Chronischer Schnupfen, Geruchssinnverlust und gehäufter Kopfdruckschmerz können zur Diagnose einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung führen. Versagen sämtliche Behandlungen mit Medikamenten, wird eine chirurgische Eröffnung der Nebenhöhlen notwendig. Dieser Eingriff wird unter stationären Bedingungen in Narkose durchgeführt. Dabei werden die erkrankten Nebenhöhlen durch die Nasenöffnungen unter endoskopischer Kontrolle von entzündlichem Gewebe befreit.

Komplikationen sind extrem selten, können aber gefährlich sein, weil das Operationsgebiet in unmittelbarer Nähe der Augen und des Gehirns liegt.

Eine dreiwöchige ambulante Nachbehandlung ist unumgänglich. Die Arbeitsunfähigkeit dauert in der Regel drei Wochen.


Ohr:

Parazentese und Paukenröhrcheneinlage

Bei Kindern unter zwölf Jahren (am häufigsten zwischen drei und acht Jahren) ist in Kombination mit der Adenotomie ein Entlastungsschnitt beider Trommelfelle notwendig. Er sorgt für eine Belüftung des Mittelohrs und ermöglicht eine Hörverbesserung. Zur nachhaltigen Gehörverbesserung kann die Einlage eines Paukenröhrchens notwendig sein (in gleicher ambulanter Narkose).


Rekonstruktion des Trommelfells: Tympanoplastik

Endstadium einer chronischen Mittelohrentzündung kann ein Loch im Trommelfell sein. Wird dadurch der Schall-Übertragungsapparat im Mittelohr zerstört, kann die Hörfähigkeit stark darunter leiden. Die Wiederherstellung der Funktion verlangt einen mikrochirurgischen Eingriff unter Narkose. Während die Rekonstruktion des Trommelfells in bis zu 85% positiv verläuft, ist die Voraussage des Hörgewinns im Fall einer Kettenrekonstruktion schwierig. Da auch dieser Eingriff meist gute Resultate zeigt, ist er sicher lohnenswert. Die Arbeitsunfähigkeit dauert drei bis vier Wochen, der vorgängige Spitalaufenthalt bis zu vier Tage.